Montag, 8. Juli 2019

West Mcdonnell NP und Palm Valley

Nach ein paar Tagen ohne ausreichend Internet sind wir gerade beim Erldunda Roadhouse angekommen. Hier gibt es 4G Empfang, eine Tankstelle (Diesel $2.06) und eine Emufarm. Hier zweigt auch die Strasse vom Stuart Highway zum Uluru ab. Aus diesem Grund hat es eine lange Schlange wartender Fahrzeuge vor der Zapfsäule. Wir haben zum Glück gestern in Alice noch getankt und fahren aber weiter nach Coober Pedy. Die Schulferien sind voll im Gang und dementsprechend viele Leute unterwegs, was wir schon lange nicht mehr gewohnt waren.
Da war es im  Nationalpark doch noch etwas ruhiger. Aber der Reihe nach :


Freitag, 5. Juli 2019


Die Nacht war … sagen wir mal…  ziemlich kalt…. Am Morgen bei Sonnenaufgang war es 3° Grad… aber es hatte hier ja richtig schöne heisse Duschen, so kam die Wärme in den Körper zurück. Bevor wir zur alten Telegraphenstation gingen, mussten noch die Lebensmittelvorräte aufgefüllt werden.

Die Telegraphenstation, der eigentliche Ursprung für Alice Springs wollte dann Eintritt, was es uns dann nicht wert war. Ein schöner 3.4 km langer Trail mit einigen Caches begann aber gleich beim Parkplatz, so hatten wir doch noch etwas zu tun.
 

Die Landschaft ist einfach wunderbar, und wenn man nicht immer genau hinschaut…



…dann übersieht man ein Känguru, welches sich in der Sonne wärmt.


Wir sahen auf der Runde noch weitere Wallabys und auch ein paar Dosen.



Findet jemand das Wallaby in auf diesem Foto ?


Diese Papageien unterhalten uns immer wieder mit ihrem schönen Gesang.


Wir verliessen Alice Springs in Richtung Westen und kamen als erstes zum Grab und Gedenkstätte von John Flynn, der Gründer der Flying Doctors.
 

Weiter auf dem Larapinta Drive…


Nahmen wir den Abstecher zu Simpsons Gap. Ein kleiner Fussmarsch führte uns zu diesem Flussdurchbruch zwischen den Hügeln.

 
 
Auf den Geröllfeldern leben Black Footed Wallabys. Wenn man ein wenig Geduld hat, dann sieht man sie auch… dieser hat uns schon lange gesehen.


 
Weiter ging es dann zu Standley Chasm.

  
Hier muss man auch Eintritt bezahlen, doch wenn man etwas drauflegt, dann kann man hier auch übernachten und hat Dusche und WC und auf Wunsch auch Strom.

Wir beschlossen hier zu bleiben, und machten uns auf den schönen Weg bis zu der Stelle, wo das Wasser einen schmalen Durchbruch geschaffen hat.





 
Wir sind immer wieder begeistert von den Landschaften.


 
 
Samstag, 6. Juli 2019
 
Die Nacht war überraschenderweise gar nicht so kalt. Geweckt wurden wir wieder von den Aussis, welche schon früh wieder gepackt hatten und beim ersten Sonnenstrahl losfuhren. Bis wir aufgestanden sind, hatte sich der Platz schon über die Hälfte geleert und es kamen bereits die ersten Tagesgäste…
Wir liefen noch einmal den Gorge bis zur Stanley Chasm, um ihn bei anderem Licht zu sehen.
 
Winke winke bis zum nächsten Mal !
 

Auf schön geteerter Landstrasse wie auf einer Murmelbahn.
 

Unser erster Stopp war beim Ellery Creek Big Hole. Ein Wasserloch, dass auch schon mal zum baden einlädt. Da wir heute früh noch geduscht hatten, liessen wir es bleiben.
 

Beim Serpetine Gorge liefen wir den Berg hinauf zum Lookout. Langsam wurde es auch wieder ganz schön warm.

Der Ausblick auf die Ebene und ins Tal war einfach nur toll. So hat sich die Mühe des Aufstiegs gelohnt.


 
Unten hatte es, wie kann es anders sein… ein kleines Wasserloch…
 

Unterwegs konnten wir immer mal wieder den einen oder anderen Geocache einsammeln. Dieser hier lag in einem Gebiet, dass wie an vielen Orten hier, erst gerade mal gebrannt hat. Die Dose war dementsprechend ein wenig deformiert. Aber sogar die abgebrannten Gebiete haben ihren eigenen Reiz und sind schöne Landschaften.
 

Derr nächste Stopp war bei Ochre Pits. Dies ist eigentlich eine Lehm Abbauhalde der Aboriginals. Hier holen sie seit hunderten Jahren ihre gelbe, rote oder braune Farben für Ihre Körperbemalungen.
 
 

 
Am frühen Nachmittag erreichten wir dann den Ormistore Gorge. Das Wasserloch zum Baden schlechthin… eine Person war sogar im Wasser. 



Wir waren schon relativ früh hier und erwischten den zweitletzten Campingspot… es hat wirklich viele Leute auf der Piste.
Wir wollen morgen noch zum Lookout wandern und allenfalls eine kleine Tour anhängen, ehe wir den Tjoritia / West Donnell Nationalpark schon wieder verlassen.
 
Wer das alles noch sehen möchte… die Hügel und Berge zerstören sich immer weiter… eigentlich sind es hier lauter Schutthalden.


 
Sonntag, 7. Juli 2019
 
 
Wir begannen den Tag mit dem Ghost Tree Walk. Dieser führte uns auf den Lookout, welchen wir gestern nur von unten angeschaut hatten. Ein mit Treppenstufen ausgebauter Weg führte hinauf und der Blick in die Schlucht war grossartig.
 



Weiter ging es langsam ins Tal hinab, um dann im Flussbett wieder zum Wasserloch zurück zu gehen.
 





Am Wasserloch war wieder Kollege Kormoran, der seinen Nachwuchs, welcher im Wasserloch herumkurvte, genau im Auge behielt.
 


Nach wenigen Kilometer erreichten wir dann schon Glen Helen Gorge. Hier hat es wieder einen Camping, Tanksäule und Restaurant. Wir begnügten uns mit einem 15 Minuten Spaziergang zum Wasserloch und dem Suchen eines Geocaches. Um an die eigentliche Sehenswürdigkeit zu kommen, hätte man das Wasser durchschwimmen müssen. Zwei Männer gingen ins Wasser, waren ab der Kälte aber schnell wieder draussen…
 



Die nächste Station war dann Redbank Gorge. Hier endet der 12 Teilige Larapinta Trail, welche Wanderer über knapp 228 km durch den West Mcdonnell Nationalpark begleitet. Der Höhepunkt ist eine Wanderung von hier auf den Mount Sonder. Für diese Wanderung benötigt man etwa 6 – 7 Stunden. Dafür waren wir zu spät dran J
 


Im ausgetrockneten Flussbett ging es ans Ende des Redbank Gorges, wo nur ein kleiner Durchlass für das Wasser vorhanden war. Dies erinnert etwas an den Karijini Nationalpark.






Die Sonne war nicht ideal zum Fotografieren, dafür posierte dieser Schmetterling für ein gutes Bild.


Über den Tylors Pass (mit Lookout) führte uns der Weg dann nach Hermannsburg. Dies ist heute auch eine Aboriginalkomune und dementsprechend nicht gerade einladend… so bogen wir gleich ab auf den 4WD Track, der uns in den Finke Gorge Nationalpark und im speziellen ins Palm Valley brachte. Hier ergatterten wir uns den letzten freien Stellplatz… es scheint wirklich Schulferien zu sein. Alle Plätze sind sehr gut besucht. Morgen geht es dann auf den Walk zu den Palmen.
 



 
 
 
 
Montag, 8. Juli 2019
 

Mit dem Geländewagen ins Palm Valley… so lautet der Titel des Berichtes über das Palm Valley in unserem Reiseführer.




„Der Geländewagen arbeitet sich durch tiefe Auswaschungen, ächzt über hohe Felsblöcke“ so werden die letzten 5 Kilometer ab dem Campingplatz beschrieben. Es war wirklich eine Fahrt über Stock und Stein… Über Felsplatten und schmale Grate… Zweimal stiegen wir aus, um den Weg zu erkunden. Dann parkierten wir wie ein anderer Fahrer das Auto etwa 1.6 km vor dem Parkplatz. Hier schien es nicht mehr (vernünftig) weiter zu gehen.




Im Tal erwarteten uns die Marienpalmen, eine Palmenart die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen soll.
 




 Eine schöne Wanderung, zuerst am Talboden und dann auf der Felswand führte uns um das Tal.






Zurück beim Auto galt es den 4WD Track zurück zu fahren. Mario meisterte alle Aufgaben Problemlos und noch so gerne wäre er doch ganz hinten im Tal gestanden.
 

 
Wir hielten noch beim Amphitheater, Kalarranga in der Sprache der Aranda. Ein kurzer Weg führte uns auf den Lookout und wir waren begeistert von diesem Ausblick. Wir waren uns einig, dies war bisher der schönste Landschaftsblick auf unserer Reise. Die Felswände waren wie im Kreis vor uns aufgestellt. Ein grandioser Anblick.
 

 
 


 
Wieder auf Teerstrasse angekommen, entschieden wir uns, den längeren Weg wieder über Alice Springs zu nehmen und nicht die unbekannte Piste Mereenie Loop zu nehmen. 

In Alice Springs kauften wir noch einmal ein, da wir gleich auch noch bis Coober Pedy  wollen. Die Campingplätze in Alice Springs waren restlos ausgebucht, so sind wir 90 Kilometer weiter gegen Süden bis zum Stuarts Well Roadhouse.
 

Im Roadhouse gibt es das übliche zu sehen…
 

Die Schlümpfe-Sammlung ist dann schon speziell J




Ein Kamel und ein paar Emus hat es auch noch, sowie eine Phyton im Terrarium.




Da es am Uluru zur Zeit total überlaufen ist, werden wir wohl zuerst nach Coober Pedy fahren. Wir sind jetzt etwas näher an Coober Pedy als wenn wir dies von unten ansteuern. Jetzt sind die Tagestemperaturen aber eindeutig angenehmer.
 





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